2022,  Tschechien

Wanderung zur Rechle-Brücke – Regentag im Wohnmobil

Gefahrene Strecke: 0 km

Übernachtung: Wanderparkplatz Modrava

Der Wetterbericht hat es bereits angekündigt: Heute soll es regnen. Nach dem Aufstehen sieht es draußen noch ganz freundlich aus. Wir beschließen noch eine kleine Wanderung zu machen, bevor es mittags wirklich losgehen soll. Ziel ist die Rechle-Brücke, etwa zwei Kilometer Vydra-abwärts.

Um zum Wanderweg zu gelangen, schlendern wir zunächst entlang der Hauptstraße. Es gibt viele schön renovierte Häuser zu sehen. Der Massentourismus scheint hier noch nicht angekommen.

Modrava ist ein malerisches Kleinod

Der Weg führt uns geradewegs ans Ufer der Vydra. Wir folgen ihrem Verlauf immer ganz nah am Wasser. Es plätschert und sprudelt. Mal passieren wir Holzstege, mal queren wir Lichtungen, mal klettern wir über kleine Felsen.

Immer wieder gilt es Holzstege zu passieren
Wildromantische Vydra

An der Rechle-Brücke angekommen, lernen wir von Tafeln und Hinweisschildern viel über die Geschichte des Ortes, den Schwemmkanal und darüber, wie in alter Zeit Holz befördert wurde. Die Brücke war bereits dem Verfall preisgegeben, bis sie 2002 renoviert und für den Rad- und Fußgängerverkehr wieder freigegeben wurde. Langsam sehen wir über den Bäumen dunkle Wolken aufziehen und machen uns auf den Rückweg. 

Neue alte Rechle-Brücke

In Modrava angekommen setzen wir unseren Dorfrundgang fort. Wir schauen bei den verschiedenen Restaurants auf die Speisekarten, kommen bei einem großen Fahrradverleih vorbei und entdecken den kleinen Potraviny des Ortes. Auch ein wirklich hübsches Café entdecken wir an der Hauptstraße. Das Café Na Soutoku ist modern und niedlich eingerichtet. Es sieht so einladend aus, dass wir uns mit tollen Blick auf Ort und Landschaft, Cappuccino und leckere Kuchen gönnen. Als wir gerade sitzen beginnt der Regen. 

In einer kurzen Regenpause gehen wir zurück zum Wohnmobil. Wir merken bereits auf dem Weg, dass es stark abgekühlt hat. Heute Nacht müssen wir auf jeden Fall heizen. „Daheim“ angekommen, verbringen wir den restlichen Tag im Auto und schauen dem Regen zu. Wir spielen, planen, quatschen, lesen und schreiben. Eingekuschelt in Decken und warme Hoodies. Nebenbei trinken wir Tee und warten auf das Abendessen. 

Nach unserer Ortsbesichtigung am Mittag, wissen wir ziemlich genau, in welches Restaurant wir zum Abendessen gehen werden. Gegen 19 Uhr brechen wir auf. Als wir ankommen sitzen in der urigen Wirtsstube bereits einige Einheimische und Gäste des Hauses. Wir sind uns sicher: Im Restaurant Zlatá Stezka gibt es die lang ersehnte Hausmannskost – wir werden nicht enttäuscht! Nach einer deftigen Knoblauchsuppe, gibt es Rindergulasch mit Reis und mit Speck gefüllte Knödel auf Sauerkraut. Zum Nachtisch gibt es einen riesigen Teller Plinsen, die in heißer Heidelbeersoße ertränkt und mit Sahne gekrönt sind. Einfach lecker! Wir müssen noch ein bisschen sitzen bleiben und erst einmal verdauen, bevor wir uns auf den Rückweg durch den Regen machen. 

Jetzt aber schnell ins Bett

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